Valdesalor – Càceres (12km)

Es war wieder mal der Beweis: Ohrenstöpsel sind ein absolutes Muss auf der Packliste. Die Wälder, welche in der letzten Nacht zersägt wurden … Wahnsinn. Die Wecker der ungeliebten spanischen Altherren-Gruppe läuteten Punkt 06:00 Uhr gleich in Serie und das Neonlicht ging an. Caramba! „Muss ich jetzt schon wieder motzen?“; ging mir durch den Kopf. Aber der Gedanke: „Ach was, lass es“; gewann und ich steckte den Kopf nochmals in den Schlafsack. 
Die kurze Etappe war eher eine der langweiligeren Sorte und führte mehr oder weniger auf einem Fussweg der Hauptstrasse entlang. An einer Tankstelle tranken wir einen Automatenkaffee. 😩Anschliessend ging’s durch die Barrios und Industriegebiete in die Altstadt von Càceres. 
In Càceres haben wir uns im *Hotel Castilla (€25 pro Nase), hinter dem Plaza Mayor eingenistet, da wir gestern, mangels Trockner oder Heizung, nicht waschen konnten. So nutzen wir die Gelegenheit, mal wieder etwas für die Hygiene zu tun. Chrigu wollte noch überflüssigen Plunder nach Hause senden und so suchten wir nach der Besichtigung der historischen Gebäude die Post auf. 

Ich hoffe, dass mir die heutige und morgige kurze Etappe gut tut. Habe mir gestern eine Blase am linken Fuss eingefangen. Ich muss mich einfach bremsen mit den vorgenommenen Tageszielen und gerate immer in Konflikt mit meinem Ehrgeiz. Am liebsten würde ich jeden Tag 40 – 50km gehen. Obwohl ich vor gar nichts davon zulaufen habe. Gestern hatten wir eine Phase, in der wir 11 km in 2 Stunden gingen. Chrigu sagte es richtig: Bei diesem Tempo kann man die Landschaft gar nicht mehr geniessen. Man schaut nur noch, wohin man tritt. Und mir ging wieder mal der Spruch durch den Kopf: „La vida no es una Carrera“. (Das Leben ist kein Rennen) 
Sowieso: Wenn wir zu schnell auf die Anhöhen vor Salamanca zusteuern, werden wir diese noch im Schnee überqueren müssen. In den spanischen TV-News, welche in allen Bars pausenlos laufen, wird der Schnee als Sensation verkauft. Also, so schlussfolgere ich, ist es wohl doch eher die Ausnahme, dass es in Salamanca schneit.
Die Landschaft hat sich verändert. Die paradiesisch schönen Eichenwälder sind lichten Ginsterwäldchen – und Büschen gewichen. Doch die Eichen sollen weiter nördlich wieder wachsen. Also eine Frage des Abholzens oder der Bodenbeschaffenheit ? Keine Ahnung. Dafür hat es überall Störche. In Càceres gibt es sogar einen Torre de las Cigüeñas. (Storchenturm) 
Überhaupt, die Stadt gefällt mir sehr gut. Die Altstadt, fast so gross wie Bern’s Altstadt, ist für den Verkehr gesperrt und ist, wenn es etwas wärmer wäre, zum flanieren und verweilen ideal. 
   
    
   

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