Riolobos – Carcaboso (22km)

Das Frühstück bestand aus je zwei Café con Leche. Punkt. Die angebotenen industriell verpackten süssen Kuchen verschmähten wir. Ich fragte nach einer „Tostada“, getoastetes Brot, die Frage wurde mit: „Si, pero no es incluido“ beantwortet. So also ! Ich war etwas verärgert und liess ihn das spüren. Eigentlich war bisher alles ganz gut hier, aber das war „gar“ etwas wenig. Ich wollte zum Trotz keine Tostada kaufen. 
So verliessen wir das Dorf. Zweieinhalb Fussstunden von Riolobos, in Galisteo, konnten wir das Frühstück nachholen. Bis Galisteo war der Weg ganz abwechslungsreich und führte über Kuhweiden und Felder. Wir kamen uns schon ein wenig wie im Mittelalter vor, als wir uns über die Hügel dem kleinen Städtchen mit der eindrucksvollen Wehrmauern näherten. In einem Café an der obligaten Plaza de España teilten wir eine Tortilla und kauften Früchte ein. 
Nun wurde der Weg recht ätzend. Nach dem Unterqueren der Autobahn folgten 11 km gehen auf einer Nebenstrasse, welche zum Glück nicht stark befahren war. Wir liefen hintereinander und sprachen nicht viel. Als ich mich das erste Mal umdrehte, war Chrigu schon etwa 200m hinter mir. Aber es schien alles ok zu sein. Ich hängte meinen Gedanken nach und winkte dem Bauer, der sein Feld bestellte. Es roch nach einer Mischung aus frischer Erde und Diesel. Nach sechs Kilometern näherte ich mich einem Weiler. Eingangs Dorf klapperten irgendwo Störche und es roch nach Weihrauch. Das untrügliche Zeichen nach einer Kirche in der Nähe. Wir setzten uns auf eine Bank vor der Kirche, schauten den Einheimischen zu, welche aus der Messe kamen und assen, wie langweilig, wieder mal unsere Orangen. Wiederum ausgangs Dorf auf der langweiligen Strasse war Chrigu zu Spässen aufgelegt, erzählte Räubergeschichten aus jungen Jahren und…. siehe Foto !!
Unterdessen haben wir uns in Elena’s Herberge einquartiert. Wir sind nun fünf Pilger. Eric der Däne, altbekannt; ein Österreicher und ein Deutscher. Letztgenannter hat eine Sehnenscheidenentzündung und sich gestern ein Fahrrad gekauft, da er nicht mehr gehen kann. Er will die Via mit dem Rad fortsetzen.

   
   

  

  

  

   
 

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